Wanderfreunde des HSV starten in den Herbst

Genau eine Woche nach dem Beginn des kalendarischen Herbstanfanges veranstaltete der Hessener SV am 30. Septemer bei strahlendem Sonnenschein seine 36. öffentliche Wanderung. Alexisbad im Selketal, als Stadtteil von Harzgerode, war für zehn Wanderfreunde aus Hessen, Veltheim und Wegeleben der Ausgangs- und Endpunkt zum Erwandern eines zwölf Kilometer langen Streckenabschnittes des Selketal-Stieges, der die Orte Stiege und Quedlinburg auf einer Gesamtlänge von 75,5 Kilometer miteinander verbindet. Einmal mehr war es die Hündin Nellie, die gemeinsam mit der Wandergruppe unterwegs war.

Der erste Streckenabschnitt führte über einen Serpentinenweg hinauf zum Habichtstein hoch über Alexisbad. In der Zeit von 1845 bis 1846 wurde an diesem Ort ein Denkmal errichtet, das im Volksmund als Verlobungsurne bezeichnet wird. Die Teilnehmer legten an dieser Stelle eine kurze Pause ein, um ihren Wanderbüchern den Stempel Nr. 177 für die Harzer Wandernadel hinzuzufügen. Über den danach weiterführenden Klippenweg ging es auf verschlungenen Pfaden zu den Aussichtspunkten Friedensdenkmal und Luisentempel. Am Friedensdenkmal wurde das obligatorische Foto für die Wanderchronik aufgenommen.

Die Teilnehmer der Wanderung v. l.: Kerstin Schober, Christiane Krolikowski, Thomas Burkert, Carmen Wascher, Mario Wascher, Karsten Springer, Karen Lange. Norbert Schober, Hans-Werner Goy und Hündin Nelli (Foto: Simone Ahrens)

 

Eine Parkbank mit einer malerischen Aussicht auf den beginnenden Herbst bot die Gelegenheit für eine kurze Verschnaufpause. Dem Weg auf dem Bergrücken folgend, tauchte kurze Zeit später mitten im Wald ein Monopteros, ein Rundtempel mit Säulenkranz, auf. Man war am Luisentempel, benannt nach Luise von Anhalt-Bernburg, angekommen. Erbaut im Jahr 1823, stürzte der Tempel 1987 ein. 1992 erfolgten die Restaurierung und der Wiederaufbau am ursprünglichen Standort. Mit dem Luisentempel gewann die Stadt Harzgerode 2008 den Naturparkwettbewerb „Denkmäler als Wanderziele.“

Auf der nächsten Etappe war die Gruppe auf dem Pionierweg unterwegs. Auf diesem Teilstück des Selketal-Stieges durchbrach im Jahr 1900 ein Magdeburger Pionierbataillon eine Felsformation und schuf einen abenteuerlichen Tunnel. Einige der Wanderfreunde konnten den sogenannten „Pioniertunnel“ nur in leicht gebückter Haltung durchqueren. Alsbald kam der Glockenturm der Köthener Hütte ins Blickfeld. Dieses idyllische Fleckchen bot nochmals einen grandiosen Blick ins Selketal. Hier verweilte man ausgiebig, um sich aus der mitgeführten Rucksackverpflegung zu stärken und die nächste Wanderung zu planen. An der Köthener Hütte konnte der Wanderpass zum zweiten Mal ergänzt werden. Diesmal an der Stempelstelle Nr. 195. Von dort aus ging der Streifzug über die Selke, einem Zufluss der Bode, zum Selkewasserfall. Danach war es noch ein Anstieg, den die Naturliebhaber bewältigen mussten, um zum Ausgangspunkt der Wanderung zurückzukehren.

Immer noch nicht wandermüde, waren es die Stempelstellen Nr. 179 – IV. Friedrichshammer und Nr. 183 – Försterblick, welche die Ausflügler erkundeten und zum Abschluss ihrer Tageswanderung in ihren Wanderpässen vermerkten.


Die 37. öffentliche Wanderung des HSV wird am 27. Dezember stattfinden und die Teilnehmer auf den sieben Kilometer langen Liebesbankweg führen. Wie immer sind dann alle Wanderfreunde aus nah und fern herzlich willkommen. Nähere Informationen erhalten Interessierte zum gegebenen Zeitpunkt auf dieser Seite.

Besuch der Fallstein-Destillerie

 

Auf dem Foto v. l.: Christiane Rackebrandt, Kerstin Schober, Axel Lange, Karen Lange, Thomas Burkert und Christiane Krolikowski (Foto: Norbert Schober)

Vor kurzem unternahmen Wanderfreunde aus Hessen, Osterwieck und Wegeleben im Rahmen der 35. öffentlichen Wanderung einen Ausflug der ganz besonderen Art. Diesmal ging es nicht um das Erwandern von Stempelstellen für den Wanderpass der Harzer Wandernadel, sondern um die Besichtigung der „Fallstein-Destillerie“ in Rohrsheim. Simone Ahrens vom Hessener SV organisierte den Besuch in der Brennerei, die ihre Pforten in der Zeit von April bis Dezember monatlich einmal und zwar jeweils am zweiten Sonntag des Monats zwischen 10.00 Uhr und 17.00 Uhr öffnet.

Mit geschulterten Rucksäcken machten sich sieben wissbegierige Ausflügler in Begleitung der Hündin Nellie durch die abgeerntete Feldflur auf den vier Kilometer langen Weg in das benachbarte Rohrsheim. Auf dem idyllischen, denkmalgeschützten Vierseitenhof der „Fallstein-Destillerie“ angekommen, wurden die Besucher von Herrn Hans-Günter Demmel freundlich in Empfang genommen und begrüßt. Anschließend ging es mit Herrn Demmel auf einen dreistündigen Rundgang durch die Manufaktur, das Museum und die geschichtsträchtigen Kellerräume.

Zuallererst bekamen die Teilnehmer viel Interessantes zur Geschichte des Biobetriebes zu hören, in dem alle Produktionsprozesse gänzlich in den Händen der Familie Demmel und deren Mitarbeiter liegen. Es folgte eine beeindruckende Führung durch die Brennerei mit vielen Informationen darüber, welche Produkte verarbeitet, wie sie angebaut, gepflanzt, gepflegt, geerntet und verlesen werden. So erfuhren die Gäste, dass Destillate wie Whiskey, Gin und Obstbrände, sowie Liköre, aber auch Fruchtaufstriche und hochwertige Speiseöle in der Manufaktur hergestellt und weltweit vertrieben werden. Anschaulich bekamen die Teilnehmer den Produktionsprozess, sowie die Funktionsweise der Destille – Brennapparatur – beschrieben. Bemerkenswert waren die ausführlichen Kommentare und Antworten auf die zahlreichen Fragen der Manufakturbesucher.

Den Worten folgten Taten. Es wurden anschließend erlesene Liköre, edle Obstbrände, Gin und prämierter Whiskey verkostet. Während der Verkostung entwickelten sich anregende Gespräche, die immer wieder von einigen „Aaah´s“, „Oooh´s“ und „Mmmh´s“ begleitet wurden. Noch während der Verkostung wurde von allen Teilnehmern ein eindeutiges Urteil gefällt. Es war richtig, sich die Zeit zunehmen, um die Bio-Manufaktur der Familie Demmel in Rohrsheim kennenzulernen. Die herzliche Gastfreundschaft, die Besichtigung und das gesellige Genießen wurden zu einem unvergesslichen Erlebnis. Fazit: Ein ausgedehnter Besuch der „Fallstein-Destillerie“ lohnt sich allemal.

33. öffentliche Wanderung im Rahmen der 7. Harzer Sportspiele

Im Rahmen der 7. Harzer Sportspiele des KreisSportBundes Harz e.V. am 09. Juni in Blankenburg fand erstmalig eine geführte Wanderung, geeignet auch für Nordic-Walker, die Aufnahme in das Sportprogramm. Organisiert wurde dieser Programmteil in Zusammenarbeit mit dem Verein „Gesund älter werden im Harz“ und dem Team der „Harzer Wandernadel“. Sieben Sportfreunde des Hessener SV waren dabei, als sich eine 25-köpfige Wandergruppe vom Parkplatz der Burg Regenstein auf die 6 Kilometer lange Strecke rund um die Burg zum Sportforum Blankenburg begab.

Die Regensteinmühle

Erstes Etappenziel war der idyllische Flecken der Regensteinmühle. Der beschilderte Weg dorthin führte unterhalb der Burgruine Regenstein über einen schmalen Pfad durch den Wald. Die Regensteinmühle ist mit der Stempelstelle 82 in das System der Harzer Wandernadel zur Auszeichnung von aktiven Wanderern eingebunden und wurde im Jahr 2014 zur schönsten Stempelstelle gekürt. Während eines kurzen Aufenthaltes erfuhren die Teilnehmer wichtige Details, z.B. zur Entstehung und Nutzung der Regensteinmühle, zum zwischenzeitlichen Verfall, zur Wiederentdeckung, zum Neuaufbau und Erhalt der Anlage.

Danach wurde der Streifzug durch die Natur in Richtung der Sandsteinhöhlen im Heers mit der Stempelstelle 81 fortgesetzt. Die bis zu drei Meter hohen Felsen, die von Menschen in den Stein gehauenen Höhlen und die faszinierende Umgebung aus feinstem weißen Sand waren für alle Ausflügler eine eindrucksvolle Entdeckung. Dieser Ort, so erfuhr man, wurde schon von den alten Germanen als Versammlungsort gewählt und im Jahr 2009 von den Stempelwanderern zur schönsten Stempelstelle erkoren.

Auf dem Foto sind zu sehen v. l.: Christiane Krolikowski, Christoph Goy, Simone Ahrens, Karsten Springer, Cordula Goy, Britta Meyer sowie Waltraud Weidemeyer

Von den Sandhöhlen aus wurde das dritte Tagesziel, der Weg zu der auf einen Sandsteinfelsen erbauten Burg und Festung Regenstein auf 293 m NHN, in Angriff genommen. Die Inhaber des Wanderpasses für die Harzer Wandernadel ergänzten hier ihren Nachweis um den Stempel der Stelle Nr. 80.

Der letzte Streckenabschnitt führte schließlich hinab nach Blankenburg in das Sportforum, dem eigentlichen Austragungsort der 7. Harzer Sportspiele. Nach einer herzlichen Begrüßung durch den KSB Harz e.V. wurde die Wandergruppe mit kühlen Getränken und frischem Obst versorgt. Die begeisterten Wanderfreunde versäumten es nicht, im Anschluss ihren Wanderpass um einen Sonderstempel zu ergänzen, die ausgestellte Anerkennungsurkunde in Empfang zu nehmen und sich zu einem Gruppenfoto aufzustellen. Die Sportfreunde des Hessener SV fällten danach ein eindeutiges Urteil: „Auch im nächsten Jahr sind sie dabei.“

Wandern im Rahmen der 7. „Harzer Sportspiele“

 

Hallo ihr da draußen. Am 9. Juni schon was vor?! Im Rahmen der diesjährigen 7. „Harzer Sportspiele“ findet eine ca. 5 km lange Wanderung statt. Start ist um 9.30 Uhr auf dem Parkplatz Burg Regenstein. Von da aus geht es rund um die Burg zum Sportforum Blankenburg. Euer Wanderpass kann um 3 Stempelstellen für die Harzer Wandernadel ergänzt werden. Einen Sonderstempel gibt es zusätzlich im Sportforum. Im und um das Sportforum herum gibt es jede Menge Spiel, Spass, gute Unterhaltung und natürlich Allerlei für das leibliche Wohl. Wer möchte, kann den Weg zurück wandern. Das ist doch für uns ein Leichtes. Für diejenigen, die ein wenig schwächeln sollten, steht ein Shuttle für die Rückfahrt zum Parkplatz bereit. Wir würden gern bis zum 7. Mai eine Abordnung aus Hessen anmelden. Wer von euch hat Zeit und ist mit dabei? Wir würden uns freuen, wenn auch ihr mit dabei sein wollt. Bis dahin lasst es euch gut gehen.

Eure Wanderfreunde Karsten und Simone.

Eure Anmeldung nehmen wir nach 17.00 Uhr unter 039426/5825 oder unter 01754638669 entgegen.

  

5. traditionelle Karfreitagswanderung

 

„Wenn der Frühling ins Land zieht, wäre es eine Beleidigung der Natur, nicht einzustimmen in ihr Jauchzen.“ John Milton

In diesem Sinne am Karfreitag hinaus in den Frühling. Durch den Großen Fallstein vorbei an Bärlauchteppichen und Märzenbechern zum Osterwiecker Bismarckturm. Am Fuße des Bismarckturmes wollen wir in geselliger Runde picknicken. Also füllt eure Rucksäcke mit allem was euch gut tut. Ihr seid mit dabei – wir freuen uns auf euch. Bis dahin euch allen eine schöne Zeit.

 

Die Wandersaison 2018 ist eröffnet

Vier Jahre ist es her, als der Hessener SV mit dem Motto: „In Hessen bewegt sich was.“ dazu aufrief, wieder mehr zu wandern. Kurzentschlossen und mit großer Begeisterung wurde der Aufruf mit der Neugründung der Abteilung Wandern am 17. Februar 2014 in die Tat umgesetzt. Seitdem wurden bis zum Jahresende 2017 summa summarum 30 öffentliche Wanderungen organisiert. Traditionell werden jährlich die Karfreitagswanderung zum Osterwiecker Bismarckturm sowie die Braunkohlwanderung zur Eröffnung jeder neuen Wandersaison durchgeführt. Somit erfuhr mit der diesjährigen Eröffnung der Wandersaison die Braunkohlwanderung des HSV am 13. Januar ihre nunmehr 5. Auflage.

Zahlreiche Einwohner aus Hessen, aber auch wanderfreudige Frauen und Männer aus Braunschweig, Görlitz, Osterwieck, Wegeleben und Veltheim zog es in die freie Feldflur hinaus. Insgesamt 35 unternehmungslustige Ausflügler trotzen an diesem Tag dem nasskalten, nebligen Wetter und machten sich vom Sportzentrum des Ortes aus auf den 8 km langen Rundkurs. Einmal mehr war es die Hündin Nellie, die den Zug der Wanderfreunde begleitete.

Die für diesen Tag geplante Strecke führte zunächst über den Wahrbergsweg Richtung „Großer Fallstein“, bevor man auf den Deitweg zum vorbereiteten Zwischenstopp abbog. Dank der Sportfreunde Karina und Robin Szech sowie der Familie Nahs konnte wie auch in den Jahren zuvor ein Verpflegungsstützpunkt eingerichtet werden.

Neben dem obligatorischen Glühwein, Bier und alkoholfreien Heiß- und Kaltgetränken waren es die vorbereiteten Schmalzbrote, die bei der verdienten Pause auf halber Strecke reißenden Absatz fanden. Gut gestärkt ging es nach einem halbstündigen Aufenthalt über den Kirsch- und Weißbergsweg zum Ausgangspunkt der Tour zurück. Nachdem auch die letzten Wanderfreunde im Vereinsheim eintrafen, wurde das von den Sportfreunden Bernd-Uwe Beckurts, Hans-Werner Goy und Axel Lange vorbereitete Braunkohlessen mit Bregenwurst und Kassler serviert. Für die Wenigen, die das traditionelle Gericht nicht mochten, standen Bockwurst und Leberkäse mit Brötchen auf der Speisekarte. Als Dessert waren Süßspeisen verschiedenster Art angerichtet. Nach dem gemeinsamen Essen waren es amüsante Gespräche und Pläne für die nächsten Unternehmungen, welche die Zeit wie im Fluge vergehen ließen. Beim Verabschieden hieß es dann immer wieder: „Auf Wiedersehen bis Karfreitag.“

Jubiläumswanderung durch das Ilsetal Saisonabschluss 2017

Zur nunmehr 30. öffentlichen Wanderung seit Gründung der Abteilung Wandern 2014 trafen sich Mitglieder und Freunde des Hessener SV, insgesamt 18 an der Zahl, um zwischen den Jahren, am 28. Dezember, auf dem Heinrich-Heine-Wanderweg durch das Ilsetal zu wandern.

Zum Marschgepäck der Wanderfreunde gehörte nicht nur die obligatorische Rucksackverpflegung, sondern auch der Wanderpass der Harzer Wandernadel. Schließlich führte der ca. 13 km lange Rundweg an den Stempelstellen Nr. 6, 7 und 30 vorbei.

Durch das wildromantische Ilsetal, eines der schönsten Harztäler, führte der erste Streckenabschnitt aufwärts zu den Ilsefällen. Im Bereich der Ilsefälle erinnert ein Gedenkstein an den deutschen Dichter Heinrich Heine, der sich als Student im Jahre 1824 zu Fuß auf den Weg von Göttingen durch den Harz über den Brocken bis nach Ilsenburg begab und seine Eindrücke in dem Werk „Die Harzreise“ niederschrieb.

 

Oberhalb der Ilsefälle befindet sich die Bremer Hütte mit einem Rastplatz, die den Teilnehmern der Wanderung die Gelegenheit für eine kleine Pause bot. Am Ort dieser Schutzhütte befindet sich eine von 222 Stempelstellen für die Harzer Wandernadel. Die zum Teil schon gut gefüllten Wanderpässe konnten hier um die Stempelstelle Nr. 6 ergänzt werden. In östlicher Richtung setzte man die Wanderung fort. Das nächste Etappenziel der Gruppe war die Waldgaststätte „Plessenburg“, einst ein herrschaftliches Jagdhaus. In das System der Stempelstellen aufgenommen, gab es mit der Plessenburg – Stempelstelle Nr. 7 den zweiten Tagesstempel für den Wanderpass. Die Chance im Waldgasthaus einzukehren, ließen die Wanderfreunde nicht ungenutzt. Frisch gestärkt ging es danach auf dem vorletzten Streckenabschnitt zur sagenumwobenen Felsformation „Ilsestein“. Der Ilsestein war wiederum ein lohnendes Ziel. Die Inhaber der Wanderpässe holten sich an diesem Aussichtspunkt, der Stempelstelle Nr. 30, den dritten und letzten Stempel des Tages.

Einige der Ausflügler stiegen zum auf 473,2 m ü. NHN gelegenen Gipfel des Ilsesteins hinauf und genossen den herrlichen Ausblick auf den Brocken, das Ilsetal sowie die Stadt Ilsenburg, bevor es hinab zum Ausgangspunkt der Tour, dem Wanderparkplatz in Ilsenburg leichten Fußes zurückging.